Brücke als Straßenüberführung SÜ Mühlweg über die Bahnstrecke 4010 in Groß-Gerau

Die bestehende Straßenüberführung aus dem Jahr 1962 befand sich im Bereich der Stadt Groß-Gerau im Landkreis Groß-Gerau und führte den Mühlweg über die Bahnstrecke 4010. Das Bauwerk war Bestandteil der Gemeindestraße Mühlweg und wies aufgrund seines Alters erhebliche Mängel auf.

Aufgrund des baulichen Zustands war eine dauerhafte Erhaltung des Bestandsbauwerks nicht mehr möglich. Daher wurde ein Ersatzneubau an gleicher Stelle geplant. Eine besondere Herausforderung stellte dabei die Anpassung an die aktuellen Anforderungen der Deutschen Bahn dar. Das erforderliche Lichtraumprofil musste von der bisherigen Mindesthöhe auf die Regelhöhe angehoben werden, wodurch sich eine erhöhte Lage des neuen Überbaus und entsprechend anspruchsvolle Rampengeometrien ergaben.

Projektskizze

Geplant wurde der Ersatzneubau als zweifeldrige, flachgegründete Straßenbrücke. Der Überbau wurde als Verbundkonstruktion aus einem Stahlkasten und einer schlaff bewehrten Stahlbetonplatte konzipiert.

  • Ersatzneubau der bestehenden Straßenüberführung an gleicher Stelle

  • Ausbildung als zweifeldrige, flachgegründete Brücke

  • Stützweite von 2 × 12,50 m und Gesamtlänge von ca. 25,00 m

  • Überbau als Verbundträger aus Stahlkasten und Stahlbetonplatte

  • Konstruktionshöhe des Stahlkastens von ca. 43 cm in Feldmitte und ca. 91 cm am Mittelauflager

  • Gesamtbreite zwischen den Geländern von ca. 6,00 m

  • Fahrbahnbreite von ca. 5,00 m für einspurigen Landwirtschaftsverkehr

  • Anpassung der Höhenlage zur Einhaltung des Regellichtraumprofils der Deutschen Bahn

  • Planung der erforderlichen Rampenanlagen

Leistungen

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen 1 bis 9

  • Tragwerksplanung, Leistungsphasen 1 bis 6

  • Bauüberwachung in Leistungsphase 8 als besondere Leistung

  • Planung des Abbruchs bzw. Rückbaus als besondere Leistung

  • Erstellung des Entsorgungskonzepts

  • Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo) als besondere Leistung

  • Bauphasenplanung

Besonderheiten

  • Planung im unmittelbaren Bahnbereich bei laufendem Bahnbetrieb

  • Ersatzneubau einer bestehenden Straßenüberführung

  • Anpassung an die aktuellen Anforderungen der Deutschen Bahn

  • Anhebung des Überbaus zur Herstellung des erforderlichen Regellichtraumprofils

  • Daraus resultierende anspruchsvolle und vergleichsweise hohe Rampenausbildung

  • Kompakte Planungs- und Bauphase

  • Koordination von Rückbau, Neubau und Bahnbetrieb

Zurück
Zurück

Große Regenbrücke in Nittenau

Weiter
Weiter

Zukunftsbahnhöfe München-Lochhausen und Halberstadt