Erneuerung Stützwand Saarburg II
Auf der zweigleisigen und elektrifizierten Strecke 3230 Saarbrücken Hbf – Karthaus ist zwischen km 62,085 und km 63,012 eine bestehende Stützwand südlich von Saarburg zu erneuern. Das Bauwerk liegt links der Bahn zwischen Serrig und Saarburg im Landkreis Trier-Saarburg und besitzt eine Gesamtlänge von rund 927 m.
Die vorhandene Stützwand aus dem Jahr 1860 weist erhebliche Schäden auf, darunter Risse, freiliegende Bewehrung, Ausbrüche sowie stark geschädigte oder fehlende Absturzsicherungen. Aufgrund des Zustands wurde eine Erneuerung der Stützkonstruktion geplant. Ziel der Maßnahme ist die dauerhafte Sicherung des Bahndamms unter Berücksichtigung des laufenden Bahnbetriebs, der angrenzenden Bundesstraße sowie der vorhandenen Oberleitungsanlage.
Als Vorzugsvariante war eine tiefgegründete Trägerbohlwand mit abschnittsweiser Rückverankerung vorgesehen. Ergänzend werden eine vorgelagerte Gabionenwand als ökologische Kompensationsmaßnahme, ein Rettungsweg sowie eine Absturzsicherung hergestellt. Die bestehenden Oberleitungsmasten werden im Zuge der Maßnahme ersetzt und teilweise in die Stützkonstruktion integriert.
Projektskizze
Geplant wurde die Erneuerung der bestehenden Stützwand durch eine neue Stützkonstruktion am Böschungsfuß der Bahntrasse.
Erneuerung einer Stützkonstruktion über eine Länge von ca. 927 m
Lage an der Strecke 3230 Saarbrücken Hbf – Karthaus, km 62,085 bis km 63,012
Ausbildung als Trägerbohlwand mit Stahlbetonfertigteilen als Ausfachung
Abschnittsweise Ausführung mit zweifach rückverankerter, einfach rückverankerter und nicht rückverankerter Trägerbohlwand
Herstellung einer vorgelagerten Gabionenwand als Kompensationsmaßnahme
Integration bzw. Berücksichtigung neuer Oberleitungsmastfundamente
Herstellung eines Rettungswegs mit Absturzsicherung
Berücksichtigung vorhandener Durchlässe und Sonderkonstruktionen in Teilbereichen
Leistungen
Objektplanung Ingenieurbauwerke, Leistungsphasen 1 bis 4 sowie Leistungsphase 6
Tragwerksplanung, Leistungsphasen 1 bis 4 sowie Leistungsphase 6
Besonderheiten
Planung an einer zweigleisigen, elektrifizierten Bahnstrecke
Hauptarbeiten an der Trägerbohlwand unter weitgehender Aufrechterhaltung des Bahnbetriebs
Beengte Platzverhältnisse zwischen Bahntrasse, Böschung und angrenzender Bundesstraße
Bestandsbauwerk mit erheblichem Schadensbild und eingeschränkter Sanierungsfähigkeit
Abschnittsweise unterschiedliche statische Systeme der Trägerbohlwand
Integration neuer Oberleitungsmaste und Ankerfundamente in die Gesamtplanung
Berücksichtigung vorhandener Durchlässe im Bereich der Stützkonstruktion
Ökologische Kompensationsmaßnahme durch vorgelagerte Gabionenwand